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Intro – Pyn00b

3. Oktober 2009
von kingair6

Die Aufgabe: Wie bringt man einem jüngeren Bruder die Freuden und Vorzüge der Programmierkunst nahe, so dass auch ein sonst quengeliger Teenager sich nicht nach 5 Minuten zu Tode langweilt? Aller Anfang ist schwer. Die Lernkurve für jemanden, der noch nie in seinem Leben etwas mit Informatik zu tun gehabt hat, ist steil. Klassen,Variablen, Funktionen, Algorithmen, Datenbanken, Ports, Streams, Protokolle oder einfach nur die strikte Syntax einer Programmiersprache sind Neuland, und damit stehen auch die Stunden, die man mit Trial & Error verbringt noch aus. Wie grausam.

Die Faktenlage ist klar: Wer programmieren kann, hat eine lukrative Einkommensquelle im Studium oder noch während der Schulzeit. Angenehmer als in einem Softwareunternehmen lässt sich wohl nicht so gutes Geld verdienen – erst recht nicht als Abiturient oder Student. Während andere bei McDoof oder dem lokalen Kurierdienst Stunden abrutschen, sitzt man gemütlich zuhause vor dem PC und kann arbeiten wie es einem beliebt. Eindeutig ist dies der w2g für einen Teeny, dem die wöchentliche Zeitungaustragerei leidig wird. Aber wie fangen wir an?

Erstens: Sprache auswählen. Nicht sonderlich schwer, mit Erfahrungen in PHP, Javascript und Python ist die Wahl schnell getroffen. Python ist gut dokumentiert, hat viele Standard Libs und man kann wirklich fast alles damit machen. Außerdem ist es einfach zu benutzen (Byte Compiled, Windoof Installer etc.). Die Syntax ist sauber und ästhetisch macht es einiges her, verglichen mit PHP oder Javascript, Java oder C. Wunderbar geeignet um einem n00b das programmatische Denken näher zu bringen.

Zweitens: Arbeitsumgebung wählen. Oke, der Jung hat keine Ahnung von Linux, tut mir wirklich leid, aber er wird wohl die ersten Schritte in Windows gehen müssen. *ouch* Nunja, Aptana ist als IDE der Wahl schnell installiert, oder vielleicht auch SciTe für die ersten Spielereien, das reicht auch.

Drittens: Was machen wir blos? Ich fand es persönlich immer schwer, zu programmieren ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Programmieren hat für mich keinen Selbstzweck sondern ist das Handwerkszeug der Informatik und man sollte sich somit auch vornehmen, Probleme zu lösen. Coden um des Codens willen ist für einen Neuling wirklich sinnlos. Also: Schreiben wir eine Art Taschenrechner. Das Kind macht im Moment quadratische Funktionen und der Gleichen – ein Tool zum berechnen verschiedener Punkte einer Funktion wäre eine hilfreiche Sache, und das Mathe Lernen würde es auch unterstützen.

Also: Ran an den Speck. Hier sind die ersten Infos zum Lesen für den Python Einsteiger ohne Programmiererfahrung unter Windows:

  1. http://python.org/ftp/python/2.6.3/python-2.6.3.msi – Python Compiler und Co. Installieren. Glücklich sein.
  2. http://wiki.python.org/moin/BeginnersGuide/Overview – Das mal zu lesen schadet nicht.
  3. http://www.aptana.org/studio/download – Tolles IDE auf Basis von Eclipse.
  4. http://en.wikibooks.org/wiki/Non-Programmer%27s_Tutorial_for_Python_2.0/Hello,_World – Auch sehr cool wenn man nicht gerade Python 3.0 von O’Reilly zu hause liegen hat.

Soweit erstmal zum Setup. Später dann mehr, wenn wir wirklich ans programmieren kommen.

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