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Paintball, Koks und Kampfanzüge

8. Mai 2009

Die schizophrenen Sicherheitsfanatiker sind wieder auf den Plan gerufen, seit dem grausamen Amoklauf in Winnenden – wie jedes Mal werden hektisch reaktionäre Gesetze skizziert um bloß den Eindruck zu erwecken, die Regierung täte etwas gegen diese Verirrungen menschlichen Verstandes. Dabei wird diese Tat, wie so oft, als Anlass genutzt, hinter vorgehaltener Hand noch mehr Kontrollinstanzen und Beschränkungen gesetzestextlich durchzusetzen.
Der neueste Clou auf dem Weg zu einem sichereren Deutschland, in dem es sich auch für unsere Kinder noch zu wohnen lohnt, ist der geniale Vorschlag unserer Freunde aus der öko-linken Ecke. Paintball und Laserdome sollen abgeschafft werden – schließlich stilisieren sie Töten zu einem Spaß und Spiel herauf. Das geht so nicht. Statt dem mündigen Bürger eine, aus Sicht der Master Ideologen in Berlin nicht moralisch vertretbare, Freizeitbeschäftigung zu lassen, bevormundet man diesen lieber, da der Staat, wie die Geschichte zeigt, oft besser weiß, was vertretbar und korrekt ist.
Vorreiter dieser vollkommen demokratischen Einstellung sind die Grünen zusammen mit den Genossen der SPD und der Bundestrojaner Schäuble sowie manche seiner Parteifreunde. Gleichzeitig ist es ewiges Ziel der Grünen, das Rauchen gewisser Rauschgifte zu legalisieren. Es handelt sich hier um eine absolut kohärente Logik, denn wenn man berauscht ist, sollte man besser nicht mehr Paintball spielen. Gerade Frau Roth sollte darauf achten nicht in einem absolut hautengen Kampfanzug und unter Einfluss von Drogen um simulierte Häuserecken zu rollen um ihren Gegner, Herrn Westerwelle, möglichst schwer zu treffen – unter Beachtung diesen Aspektes sollten wir dieses Gesetzesvorhaben tatsächlich unterstützen.
Nun weg von den absolut polemischen Ausführungen, zu denen man sich im Angesichte solcher von jeglichem Sinn befreiten Gesetzesbegehern leider zu leicht hinreißen lässt. Hilft es, die Symptome abzustellen um die Krankheit zu beseitigen? Aspirin hilft auch nur gegen die Kopfschmerzen, nicht die Grippe! Doch die Genialität unserer Politiker trägt deren Gedanken weiter. Die Gefahr liegt, wie wir gesehen haben, schließlich nicht nur bei den psychisch instabilen Jugendlichen, sondern auch bei den Besitzern großer Waffen. Um diese nun aus der Danger Zone zu holen, sollen bald unangemeldete Kontrollen durch Bundesbeamte bei Waffenbesitzern durchgeführt werden. Ein genialer Streich, wenn man sich bedenkt, dass es sich dabei um unbegründete Durchsuchungen handelt, welche grundgesetzlich nicht gestattet sind und wir uns somit auf die Ebene der USA nach 9/11 begeben. „Unwarranted searches“ – Durchsuchungen ohne Verdacht und richterlichen Beschluss gehören zu dem idealen Instrumentum um das Volk unter Kontrolle zu kriegen. Bald kann man auch jeden „Computerfreak“ überwachen, der das Potential hat, einen größeren Hack durchzuführen, nur um auf Nummer sicher zu gehen, dass er dies nicht tut…. schade nur, dass dann bald alle unsere Server aus gehen.
Aber, zum Glück wissen unsere Staatsmänner was sie tun.

Zur Vertiefung ;)

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