Zum Inhalt springen

Evolution – ein Erklärungsversuch

11. März 2009

Charles Darwin, der Pate diesen Jahres, gilt als der „Erfinder“ oder Entdecker des Evolutionsprinzipes. Grund für diese Theorie waren seine Erfahrungen während einer Seereise auf der Beagle rund um Südamerika, während welcher er auch die als Stätte unglaublicher Biodiversität bis heute bekannten Galapagos Inseln bereiste. Er beobachtete Vögel, Schildkröten, Echsen und alles was da sonst noch kreuchte und fleuchte mit der präzisen Aufmerksamkeit die einem Forscher im 19. Jh. zu eigen waren. Zeichnungen und Denkskizzen sind faszinierend genau und lebensnah.

Nach dieser kurzem Hommage an Charles Darwin nun zu einer Ausführung bzgl. der Evolution. Laut Darwin setzen sich Merkmale (also Flügelformen, Schnabellängen, Knochendicken, Enzymformen etc.) durch, welche dem Lebewesen von Vorteil sind. „Vorteile“ sind in diesem Fall jedoch genauer zu definieren. Ein Lebewesen, das unglaublich schnell laufen kann, hat durch eine Mutation, die ihm lange Beine verleiht,  theoretisch einen enormen Vorteil gegenüber seinen Artgenossen wenn es um die Nahrungsaufnahme geht (davon ausgehend, dass es sich um einen Carnivoren handelt). Wenn das mutierte „Lange-Beine“ Gen synchron mit dem Gen für die Entwicklung des Geschlechtsapparates mutierte, weil sie beispielsweise nebeneinander lagen, so könnte es sein, dass unser Löwe mit langen Beinen leider keinen funktionsfähigen Penis hat. In diesem Falle wäre nun die eigentlich vorteilhafte Eigenschaft nicht vererbbar und somit für den allg. Genpool der Löwenpopulation egal.

Um das nun Erläuterte rückwärtig zu klären: als vorteilhaft gilt nur, was auch eine reproduktive Bevorteilung bewirkt. Die langen Beine unseres Löwen bedingen im Normalfall, dass er mehr Nahrung aufnehmen kann,  also schneller wachsen kann. Folglich ist er der potentere Kämpfer und kann sich mehrere Gattinen erkämpfen als der „0815 Löwe“. Durch das mehr an Sex, welches unser Langbeinlöwe nun freudig erfährt wird er seine durch Mutation erfahrene Eigenschaft der langen Beine öfter weiter geben und somit den Anteil des mutierten Genes im Genpool erhöhen. Und schon haben wir eine darwinistische Evolution des Löwen hin zu längeren Beinen.

So erklärt sich nun auch die „Origin of Species“: wenn die Löwen mit langen Beinen nun ihre Gene so lange untereinander vermischen und somit immer fremder werden von den „alten“ Löwen mit kürzeren Beinen, dann wird der Zeitpunkt kommen, wo Kurzbeinlöwe und Langbeinlöwe keine untereinander fruchtbaren Kinder mehr werden kriegen können. Dies ist der Zeitpunkt, wo sich der Langbeinlöwe als eigene Spezies definiert hat, bzw. über seine Gene als solcher definiert wurde.

Es sei angemerkt, dass das Beispiel offensichtlich nicht sehr lebensnah ist, da es scheinbar keine Löwen mit extrem längeren Beinen gibt als alle anderen. Nichtsdestoweniger bietet es sich als anschauliches Beispiel an, um das Konzept nahe zu legen.

Noch keine Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

Gravatar
WordPress.com-Logo

Melde Dich bitte bei WordPress.com an, um einen Kommentar auf deinem Blog zu schreiben.

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.